Sardinien Urlaub 2026: Beliebteste Orte, Sommertrends und angesagte Drinks der Insel
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Alghero. Klingt schon nach Mittelmeer. Tatsächlich liegt die Stadt an der Nordwestküste Sardiniens, direkt am Golf von Alghero. Und sie ist nicht irgendein Küstenort: rund 43.000 Menschen leben hier, offiziell Teil der Provinz Sassari. Wer Italien (Die wichtigsten Städte in Norditalien) kennt, merkt schnell – Alghero ist ein Sonderfall. Katalanische Einflüsse mischen sich mit sardischer Lebensart. Das sieht man an den Straßenschildern (zweisprachig: Italienisch und Katalanisch), hört es im Dialekt und schmeckt es im Essen.
Einwohnerzahl: ca. 43.000
Lage: Nordwestküste Sardiniens, Region Sardinien, Provinz Sassari
Fläche: knapp 225 km²
Höhe: 7 m über dem Meeresspiegel
Sprachen: Italienisch, Algherese (katalanischer Dialekt)
Flughafen: Alghero-Fertilia (ca. 10 km außerhalb)
Alghero wurde im 12. Jahrhundert gegründet, zunächst von den Genuesen. 1354 übernahmen die Katalanen – und die prägten die Stadt über Jahrhunderte. Bis heute nennen viele Alghero „Barceloneta“ (kleines Barcelona). Das erklärt, warum Straßennamen wie „Carrer“ auftauchen und warum die Altstadt sich eher nach Spanien anfühlt als nach Italien.
Im 16. Jahrhundert musste sich Alghero mehrfach gegen Angriffe der Sarazenen und Piraten wehren. Daher die massiven Stadtmauern und Bastionen, die noch immer stehen. Später kam die Savoyer-Zeit, dann das vereinigte Italien.
Die Altstadt ist das Herzstück. Kopfsteinpflaster, enge Gassen, Torbögen. Abends herrscht hier ein ganz eigenes Tempo. Touristen flanieren, Kinder spielen Fußball an der Bastion, ältere Männer sitzen auf Plastikstühlen vor den Häusern.
Sehenswerte Orte:
Cattedrale di Santa Maria: gotisch-katalanische Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert.
Torre di Porta Terra: einst Stadttor, heute kleiner Aussichtspunkt.
Bastioni Marco Polo: Spazierweg entlang der Mauern mit Blick aufs Meer.
Das Ganze wirkt nicht wie ein Museum, sondern wie ein lebendiges Quartier. Ja, manchmal voll – aber nie komplett überinszeniert.
Direkt in der Stadt: Spiaggia del Lido di San Giovanni. Lang, feinsandig, aber auch beliebt bei Familien – also schnell voll.
Weniger überlaufen:
Maria Pia (mit Pinienwald im Rücken)
Le Bombarde (glasklares Wasser, beliebt bei Jugendlichen)
Lazzaretto (kleinere Buchten, Kies und Sand gemischt)
Mugoni (in einer Bucht, windgeschützt, ruhiger)
Alle Strände sind innerhalb von 15–25 Minuten erreichbar. Tipp: Mietfahrrad oder Roller lohnt sich, der Bus fährt nicht immer zuverlässig.
Hier trifft Sardinien auf Katalonien. Ein Beispiel: Aragosta alla catalana – Hummer mit Tomaten und Zwiebeln, kalt serviert. Typisch für Feste und Feiern.
Weitere Spezialitäten:
Paella algherese – mit Meeresfrüchten, klarer Hinweis auf die katalanische Küche.
Bottarga di muggine (Fischrogen, fein gerieben über Pasta).
Seadas (frittierte Teigtaschen mit Käse und Honig, süß-salzig zugleich).
Wein? Ja bitte: Cannonau, Vermentino di Sardegna und der lokale Cagnulari passen perfekt zum Essen.
Nur wenige Kilometer nördlich liegt der Parco Naturale Regionale di Porto Conte. Über 5.000 Hektar geschützte Fläche. Steilküsten, Macchia, seltene Vogelarten.
Dort auch die Grotta di Nettuno: Tropfsteinhöhle am Capo Caccia. Zugang entweder per Boot ab Alghero oder über die berühmte „Escala del Cabirol“ – eine Treppe mit 654 Stufen. Runter geht’s schnell, rauf dauert. Aber: lohnt sich.
Alghero hat mediterranes Klima. Sommer heiß und trocken, Winter mild.
Durchschnitt Juli/August: 29 °C tagsüber, 20 °C nachts.
Meerestemperatur: bis zu 25 °C im August.
Regenreichste Monate: November und Dezember.
Beste Reisezeit? Mai bis Juni (noch nicht so voll, aber warm). September bis Oktober ist auch top – Meer angenehm, weniger Trubel.
Flughafen Alghero-Fertilia (AHO): Direktflüge aus Deutschland, Österreich, Schweiz (meist saisonal).
Busse: verbinden Flughafen mit Stadtzentrum (ca. 30 Min).
Auto: für Ausflüge fast Pflicht. Ohne Mietwagen wird’s schwierig, vor allem abseits der Küste.
Zug: kleine Regionalverbindung Richtung Sassari. Mehr nicht.
Postleitzahl: 07041
Vorwahl: +39 079
Partnerstädte: Tarragona (Spanien), Palma de Mallorca, Carcassonne (Frankreich).
Universität: Nebencampus der Universität Sassari.
Wirtschaft: Tourismus, Fischerei, Landwirtschaft (Wein, Oliven, Artischocken).
Altstadt abends: früh hingehen, um noch Platz in den Restaurants zu bekommen.
Sprache: Englisch klappt, aber ein paar Brocken Italienisch oder Katalanisch öffnen Türen.
Preise: niedriger als auf dem italienischen Festland, aber im Sommer ziehen die Kosten an.
Mobilität: Fahrradverleih ist günstig, aber Achtung – Straßen sind nicht immer fahrradfreundlich.
Sonnenuntergang: unbedingt von den Bastionen schauen. Keine Reservierung nötig, einfach hinsetzen.
Wie lange sollte man in Alghero bleiben?
Mindestens 3 Tage, besser 5–7, wenn man Strände und Ausflüge kombinieren will.
Braucht man ein Auto?
Ja, wenn man Strände und Umgebung flexibel erkunden möchte. Innerhalb der Stadt geht’s auch ohne.
Ist Alghero teuer?
Mittel. Günstiger als Costa Smeralda, aber im Sommer kein Schnäppchen.
Kann man Alghero im Winter besuchen?
Ja, aber viele Hotels und Restaurants schließen. Wetter mild, aber baden geht kaum.
Welche Tagesausflüge sind empfehlenswert?
Bosa (bunte Häuser, ca. 1 Std Fahrt) und Stintino (Strand La Pelosa).
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Steckbrief Alghero: Fakten, Sehenswürdigkeiten, Strände, Klima und Tipps für den Sardinien-Urlaub. Infos zu Geschichte, Essen, Anreise und Umgebung – kompakt und detailliert.