Sardinien Urlaub 2026: Beliebteste Orte, Sommertrends und angesagte Drinks der Insel
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Budoni. Ein Ort, den man leicht übersehen könnte, wenn man nur die großen Namen Sardiniens kennt: Costa Smeralda, Cagliari, Alghero. Dabei liegt Budoni strategisch günstig, direkt an der Nordostküste der Insel, nur rund 35 Kilometer südlich von Olbia. Eine Gemeinde mit etwa 5.000 Einwohnern – klein, aber lebendig. Und ein Reiseziel, das vor allem im Sommer sein Gesicht verändert.
Budoni gehört zur Provinz Sassari, historisch aber zur Baronie, einer Region zwischen Gallura und Nuoro. Wer von Olbia mit dem Flugzeug ankommt, fährt über die SS125, die alte Küstenstraße, nach Süden. Knapp 30 Minuten dauert die Fahrt. Man passiert Macchia-Wälder, Granitfelsen, kleine Dörfer. Alternativ: von Süden über Nuoro, etwa eine Stunde Fahrtzeit.
Spannend ist die Nähe zu San Teodoro, einem bekannteren Urlaubsort. Während dort oft Partystimmung herrscht, ist Budoni eine Spur ruhiger. Nicht verschlafen, aber weniger überlaufen. Perfekt, wenn man Meer und Infrastruktur möchte, ohne das Gefühl, in einer Postkartenkulisse zu stehen.
Man muss es klar sagen: Budoni ist ein Strand-Ort. Und zwar nicht nur einer. Rund 18 Kilometer Küste gehören zur Gemeinde. Sandbuchten, Lagunen, Dünen. Einige Beispiele:
Spiaggia di Budoni: Hauptstrand, über 4 km lang, feiner Sand, flach abfallend. Gut für Familien. Bars, Liegen, Rettungsschwimmer.
Spiaggia di Li Cucutti: etwas wilder, Pinien im Rücken. Wer Schatten sucht, findet hier Platz.
Porto Ainu: kleiner, felsiger, beliebt bei Schnorchlern.
Agrustos: mit Lagune, in der Flamingos rasten. Kein Werbemärchen, sondern real: rosa Vögel im seichten Wasser.
Ottiolu: Marina und Strand in einem. Von Bootsausflügen bis Aperitivo am Hafen.
Im Vergleich zur Costa Smeralda sind die Preise hier moderater. Ein Cappuccino am Strand kostet selten mehr als 2 €. Parkplatzgebühren gibt es, aber sie sind überschaubar.
Budoni liegt in einer klassischen Mittelmeerzone. Heiße, trockene Sommer, milde Winter. Durchschnittstemperaturen:
Juli/August: 28–32 °C, Meer rund 25 °C
Mai/Juni und September: angenehme 22–27 °C
Winter: selten unter 8 °C, Regen möglich
Die Hochsaison ist Juli und August. Dann steigt die Einwohnerzahl kurzfristig auf über 30.000 – durch Feriengäste aus Italien, Deutschland, Frankreich, Schweiz. Wer es ruhiger mag, kommt im Juni oder September. Der Oktober kann mit 22 °C Wassertemperatur überraschen.
Nicht nur Strand. Hinter Budoni ziehen sich Hügel und Wälder. Wanderwege führen durch den Monte Nieddu, ein Gebirgsmassiv zwischen San Teodoro und Budoni. Eukalyptus, Korkeichen, Granitblöcke. Von oben: Panoramablick bis nach Tavolara, der markanten Kalksteininsel vor Olbia.
Lagunen wie Stagno di Budoni oder Stagno di San Teodoro sind Rückzugsorte für Vögel. Flamingos, Reiher, Eisvögel. Wer Geduld hat, entdeckt sie am besten morgens, wenn noch kein Badebetrieb stört.
Budoni ist jung als Ferienort, alt als Siedlungsraum. Archäologische Spuren reichen bis in die Nuraghenzeit (ca. 1500 v. Chr.). Typische Rundtürme aus Stein – einige Reste findet man in den Hügeln. Die Römer nutzten die Küste, später kamen Byzantiner, Pisaner, Spanier.
Das Dorf selbst wuchs im 19. Jahrhundert. Lange Zeit lebte man von Landwirtschaft: Oliven, Wein, Weizen. Erst in den 1960er-Jahren begann der Tourismus, parallel zum Ausbau der Straßen und Häfen.
Kulturell interessant: Feste wie Ferragosto (15. August) mit Feuerwerk am Strand oder das Patronatsfest zu Ehren von San Giovanni Battista. Dann füllen sich Plätze mit Konzerten, Tänzen, Essenständen.
Budoni ist kein reines Ferienresort. Es gibt Supermärkte, Apotheken, Ärzte. Ein Wochenmarkt findet donnerstags statt – Obst, Käse, Honig, Kleidung. Preise: Pecorino Sardo ca. 12–15 €/kg, Pane Carasau (dünnes Fladenbrot) 3–4 € pro Packung.
Im Sommer öffnen Beachbars und Clubs. Ein Beispiel: Ambra Night in San Teodoro, nur 10 km entfernt, eine Institution seit den 1970ern. In Budoni selbst geht es abends lockerer zu: Aperol Spritz, Pizza, vielleicht Livemusik. Keine Mega-Clubs, eher familiäre Atmosphäre.
Sardinien hat eine eigenständige Küche, und Budoni bildet da keine Ausnahme. Typische Gerichte:
Culurgiones: Teigtaschen mit Kartoffel-Füllung, Minze, Pecorino.
Porceddu: Spanferkel, über Stunden am Feuer gegart.
Seadas: Süßspeise mit Käse und Honig.
Frutti di mare: Muscheln, Seeigel (im Winter), Oktopus.
Weine stammen oft aus der Gallura: Vermentino di Gallura DOCG, frisch und mineralisch. Oder Cannonau, kräftig, rot.
Preislich: Pizza ab 7 €, Pastagerichte 10–14 €, Fischgerichte 15–25 €. In der Hochsaison teurer, aber selten überzogen.
Budoni ist nicht nur Strandliegen. Beispiele:
Tauchen und Schnorcheln: Grotten, Posidonia-Wiesen, kleine Riffe.
Bootstouren: von Ottiolu nach Tavolara oder Molara.
Wandern und Mountainbike: im Hinterland.
Reiten: mehrere Reitställe bieten Ausritte am Strand.
Märkte und Dorffeste: Gelegenheit, lokale Produkte direkt beim Erzeuger zu kaufen.
Das Angebot ist breit: Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze.
Hotels: 3–4 Sterne, meist nah am Strand. Preise: ab 80 € pro Doppelzimmer in der Nebensaison, 150–200 € in der Hauptsaison.
Ferienwohnungen: populär bei Familien. Wochenpreise im Juli/August oft 900–1500 €.
Camping: z. B. Camping Pedra e Cupa, direkt am Meer. Stellplatz ca. 30–40 €/Nacht für zwei Personen.
Budoni punktet mit flachen Stränden, Spielplätzen, kinderfreundlichen Restaurants. Viele Ferienwohnungen sind auf Familien zugeschnitten. Es gibt allerdings weniger Animation als in Großanlagen – was man als Vorteil oder Nachteil sehen kann.
San Teodoro: lebendiger, mehr Nachtleben, bekannter Strand La Cinta. Aber auch voller, teurer.
Costa Smeralda: Luxus, Yachten, Promis. Aber 50–100 % höhere Preise.
Budoni: dazwischen. Günstiger, entspannter, nicht so abgeschieden wie kleine Bergdörfer.
Kurz gesagt: Wer Nachtclubs sucht, fährt zehn Minuten nach San Teodoro. Wer Ruhe sucht, bleibt in Budoni.
Mietwagen ist fast Pflicht. Öffentliche Busse fahren, aber selten.
Geld: Geldautomaten vorhanden, Kartenzahlung fast überall möglich.
Sprache: Viele sprechen Italienisch und ein wenig Englisch. Deutsch seltener. Ein paar Wörter Italienisch wirken Wunder.
Einkaufen: Supermärkte wie Eurospin oder Conad sind günstiger als kleine Läden.
Sicherheit: unproblematisch. Stranddiebstähle können vorkommen, wie überall.
Budoni wirkt bodenständig. Kein Ort, der ständig auf Postkarten glänzt. Aber genau das macht ihn angenehm. Man sitzt abends auf der Piazza, isst ein Gelato, Kinder rennen herum, und man merkt: Hier leben Menschen. Nicht nur Touristen. Das ist vielleicht der größte Unterschied zu reinen Ferienresorts.
Wann ist die beste Reisezeit?
Juni und September – warm, aber nicht überfüllt.
Wie kommt man nach Budoni?
Über den Flughafen Olbia, dann 30 Minuten mit dem Auto.
Sind die Strände kinderfreundlich?
Ja, flach abfallend, viele mit Rettungsschwimmern.
Braucht man ein Auto?
Ja, wenn man flexibel sein will.
Gibt es Flamingos wirklich?
Ja. Am Stagno di Budoni oder in San Teodoro.
Ist Budoni teuer?
Im Vergleich zur Costa Smeralda günstiger. Pizza ab 7 €, Hotel ab 80 €/Nacht (Nebensaison).
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