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Sardinien im Januar – eine Reise abseits der Saison

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Sardinien im Januar – eine Reise abseits der Saison Sardinien im Januar ist kein klassisches Urlaubsziel. Keine Liegenreihen, keine Hitze, keine Postkartenmotive auf Abruf. Stattdessen: viel Raum, ruhige Orte, echtes Alltagsleben. Genau das macht den Reiz aus. Wer sich für die Insel jenseits des Sommers interessiert, findet im Januar eine sehr andere, oft überraschend angenehme Seite Sardiniens. Einordnung: Warum gerade Januar? Der Januar gehört zur tiefsten Nebensaison. Touristisch betrachtet ist das ein Nachteil. Praktisch oft ein Vorteil. Flüge sind günstig, Unterkünfte leer, Straßen frei. Die Insel funktioniert dann nicht für Gäste, sondern für ihre Bewohner. Und man ist mittendrin. Kurz gesagt: Sardinien im Januar ist kein Ersatz für einen Badeurlaub. Es ist eine bewusste Entscheidung. Hintergrund: Sardinien außerhalb des Sommerklischees Sardinien lebt seit Jahrzehnten stark vom Sommertourismus. Vor allem die Costa Smeralda wurde ab den 1960er-Jahren gezielt als Luxusdesti...

Budoni auf Sardinien – Strände, Alltag, Geschichte und praktische Tipps

Budoni auf Sardinien – Strände, Alltag, Geschichte und praktische Tipps Budoni. Ein Ort, den man leicht übersehen könnte, wenn man nur die großen Namen Sardiniens kennt: Costa Smeralda , Cagliari , Alghero . Dabei liegt Budoni strategisch günstig, direkt an der Nordostküste der Insel, nur rund 35 Kilometer südlich von Olbia . Eine Gemeinde mit etwa 5.000 Einwohnern – klein, aber lebendig. Und ein Reiseziel, das vor allem im Sommer sein Gesicht verändert. Lage und Anreise Budoni gehört zur Provinz Sassari , historisch aber zur Baronie, einer Region zwischen Gallura und Nuoro. Wer von Olbia mit dem Flugzeug ankommt, fährt über die SS125, die alte Küstenstraße, nach Süden. Knapp 30 Minuten dauert die Fahrt. Man passiert Macchia-Wälder, Granitfelsen, kleine Dörfer. Alternativ: von Süden über Nuoro, etwa eine Stunde Fahrtzeit. Spannend ist die Nähe zu San Teodoro, einem bekannteren Urlaubsort. Während dort oft Partystimmung herrscht, ist Budoni eine Spur ruhiger. Nicht verschlafen, abe...

Die Steilküste: Capo Caccia

Capo Caccia – die Steilküste Sardiniens im Porträt Steckbrief Lage: Nordwesten Sardiniens, Provinz Sassari, nahe Alghero Höhe: 168 Meter über dem Meeresspiegel Gestein: Weißer Kalkstein, stark zerklüftet Besonderheit: Steile Klippen, Aussichtspunkt für Sonnenuntergänge Hinweis: oft sehr windig, Vorsicht am Rand Ein Fels, der nicht übersehen werden kann Capo Caccia ist einer dieser Orte, die man nicht mit langen Worten beschreiben muss. Eine Wand. Ein Abbruch. 168 Meter Kalkstein, die senkrecht ins Meer stürzen. Unten: tiefblaues Wasser, manchmal fast schwarz, wenn die Sonne tief steht. Von Alghero aus fährt man gut 25 Kilometer bis zum westlichsten Punkt des Capo-Caccia-Peninsels. Die Straße schlängelt sich, Kiefern am Rand, gelegentlich Blick auf die Küste. Und dann taucht er auf: der weiße Koloss. Wer zum ersten Mal dort oben steht, spürt sofort die Dimensionen. Kein weicher Übergang, kein Strand. Einfach nur Kante. Und Wind. Oft so stark, dass die Haare q...

Grotta di Nettuno – Tropfsteinhöhle am Capo Caccia bei Alghero

Grotta di Nettuno – Tropfsteinhöhle am Capo Caccia bei Alghero Wer Sardinien besucht und ein bisschen Abenteuer mit Geologie mischen möchte, landet früher oder später bei der Grotta di Nettuno . Die Neptungrotte ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Nordwesten der Insel – und das zurecht. Tropfsteine, riesige Hallen, ein unterirdischer See und zwei ziemlich spektakuläre Wege hinein. Klingt gut? Ist es auch. Wo liegt die Grotta di Nettuno? Die Höhle befindet sich am Capo Caccia , einer markanten Kalkstein-Klippe, die rund 25 Kilometer von Alghero entfernt ins Meer ragt. Das Gebiet gehört zum Schutzgebiet „Parco Naturale Regionale di Porto Conte“. Wer mit dem Auto fährt, braucht vom Zentrum Algheros etwa 35–40 Minuten, je nach Verkehr. Parkplätze gibt es direkt am oberen Eingang – allerdings begrenzt und im Sommer schnell voll. Zugang: Boot oder Treppe Es gibt zwei Varianten, in die Höhle zu kommen: Per Boot ab Alghero Mehrmals täglich fahren Ausflugsboote vom Hafen...

Strände um Alghero – ein Überblick mit praktischen Tipps

Strände um Alghero – ein Überblick mit praktischen Tipps Alghero liegt an der Nordwestküste Sardiniens. Die Stadt ist bekannt für ihre katalanische Vergangenheit, ihre Altstadt mit engen Gassen – und natürlich ihre Strände. Denn klar: Ohne Strandurlaub geht’s hier nicht. Rund um Alghero finden sich sehr unterschiedliche Küstenabschnitte. Von städtisch über familienfreundlich bis hin zu felsig und perfekt zum Schnorcheln. Hier ein genauerer Blick – mit Fakten, Eindrücken und ein paar persönlichen Einschüben. Lido di San Giovanni – der Stadtrand-Klassiker Direkt am Stadtrand liegt der Lido di San Giovanni . Man läuft in zehn Minuten von der Altstadt hin. Praktisch, wenn man keinen Mietwagen hat. Der Strand zieht sich über mehrere Kilometer Richtung Norden. Der Sand ist hell, das Wasser flach. Im Frühling und Herbst angenehm leer, im Juli und August dagegen sehr voll. Keine Überraschung – hier kommen neben Urlaubern auch viele Einheimische hin. Wer abends Lust auf einen kurzen Sprung ins ...

Altstadt von Alghero (Centro Storico)

Altstadt von Alghero (Centro Storico) Die Altstadt von Alghero – auf Italienisch „Centro Storico“ – ist einer dieser Orte, die man nicht einfach nur durchschreitet, sondern Schicht für Schicht entdeckt. Keine Kulisse, sondern ein dichtes Geflecht aus Geschichte, Architektur und Alltag. Lage und Grundriss Alghero liegt an der Nordwestküste Sardiniens, in der Provinz Sassari. Die Altstadt schmiegt sich direkt ans Meer. Umgeben von einer fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, die im Mittelalter errichtet und im 16. Jahrhundert von den Spaniern verstärkt wurde. Der Grundriss ist typisch für mediterrane Küstenstädte: enge, labyrinthartige Gassen, kleine Plätze, Durchgänge, die plötzlich auf die Ufermauer führen. Fläche: rund 30 Hektar. Einwohner: etwa 40.000 in der ganzen Stadt, davon nur ein kleiner Teil direkt im historischen Zentrum. Stadtmauern und Türme Die Stadtmauer von Alghero ist nicht nur Dekoration. Sie war jahrhundertelang Verteidigungsanlage gegen Angriffe vom Meer. Heut...