Im Herzen Sardiniens: Die Barbagia

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Die Barbagia im Herzen Sardiniens Die Barbagia liegt im Herzen Sardiniens – eine Bergregion, die sich der Küstenlogik der Insel entzieht. Ich erinnere mich noch gut an einen Urlaub im Südosten der Insel, in Costa Rei : Das Wetter war für einen Strandtag zu wechselhaft, also setzten wir uns kurzerhand in einen kleinen gebrauchten Fiat Panda vom Leihwagenverleih und fuhren ins Landesinnere, in die Gegend um Nuoro – keine drei Stunden Fahrt, aber eine völlig andere Welt gegenüber der Küste. Wer wissen will, was diese Landschaft ausmacht, findet hier die wichtigsten Fakten kompakt zusammengefasst. Einen Überblick über zentrale Begriffe rund um die Insel liefert unser ABC über Sardinien , und wer sein Sardinien-Programm noch plant, findet in den 10 unverzichtbaren Reisezielen der Insel weitere Anregungen.

Die Wilden Schafe Sardiniens: Eine bedrohte Art kämpft ums Überleben

 Die Wilden Schafe Sardiniens: Eine bedrohte Art kämpft ums Überleben

Von unserer Umweltredaktion

Die sardischen Mufflons (Ovis aries musimon) sind wahre Überlebenskünstler der mediterranen Bergwelt. Diese ursprünglichen Wildschafe, die als Vorfahren unserer heutigen Hausschafe gelten, sind seit Jahrtausenden ein charakteristischer Teil der sardischen Fauna. Mit ihrer beeindruckenden Wendigkeit und den markanten, schneckenförmig gedrehten Hörnern der Widder prägen sie das Landschaftsbild der italienischen Mittelmeerinsel.

Doch ihre Zukunft ist ungewiss. "Der Bestand der sardischen Mufflons ist in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen", erklärt Dr. Maria Rossi, Wildtierbiologin an der Universität Cagliari. Die Hauptgründe dafür seien der Verlust ihres natürlichen Lebensraums durch zunehmende Bebauung und die Konkurrenz mit Hausschafen um Weideflächen.

Besonders bemerkenswert ist die perfekte Anpassung der Mufflons an die raue Berglandschaft Sardiniens. Mit ihren harten Hufen klettern sie geschickt über felsiges Terrain und finden selbst in karger Vegetation ausreichend Nahrung. Die Weibchen, die im Gegensatz zu den Männchen keine Hörner tragen, leben in kleinen Herden mit ihren Lämmern, während die Widder außerhalb der Paarungszeit als Einzelgänger unterwegs sind.

Naturschützer haben inzwischen mehrere Schutzprojekte initiiert. Im Gennargentu-Nationalpark, der größten Wildnisregion Sardiniens, wurden spezielle Schutzzonen eingerichtet. "Wir sehen erste Erfolge", berichtet Parkdirektor Antonio Contu. "Die Populationen in den geschützten Gebieten erholen sich langsam."

Die sardischen Mufflons sind nicht nur ein wichtiger Teil des Ökosystems, sondern auch ein lebendiges Symbol für die wilde, ursprüngliche Natur der Insel. Ihre Erhaltung ist damit nicht nur eine ökologische, sondern auch eine kulturelle Aufgabe.

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